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geschrieben von Thomas Breves
07 Jun 2019

Absteiger empfängt Aufsteiger - Wilhelmshaven trifft auf Nordhorn-Lingen

© Jens Schipper/Archiv

Vor manchen Dingen kann man einfach nicht weglaufen – auch nicht vor dem Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga. „Die Saison hat sehr viel Energie gekostet und ist auch nicht spurlos an mir vorbeigegangen“, sagt Dieter Koopmann, Teammanager des Wilhelmshavener HV. Die Entwicklung habe ihm viele schlaflose Stunden beschert. Wer Koopmann kennt, weiß, dass das nicht einfach so dahin gesagt ist. Wohl kein Zweiter lebt den Handball in der Jadestadt so, wie das Urgestein des Wilhelmshavener HV. 

 

Doch vor dem letzten Saisonspiel, Samstagabend um 18 Uhr in der Nordfrost-Arena gegen den Erstliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen, blickt er bereits optimistisch in die Zukunft. „Wir müssen jetzt schnell wieder aufstehen“, sagt er. Das Niedersachsen-Derby sollte eigentlich am letzten Spieltag der Saison so etwas wie ein Schicksalsspiel für die Wilhelmshavener werden. Leider jedoch machten die Konkurrenten im Abstiegskampf nicht mit. Sie gewannen ihre Begegnungen. 

 

Seit einer Woche steht der WHV als letzter Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Das jedoch ändert nichts an der Vorgabe, die Trainer Christian Köhrmann seiner Mannschaft vor der Partie macht.  „Die Devise ist Gewinnen“, sagt er. Schließlich ist es angenehmer, sich mit einem Erfolgserlebnis und einer Serie von vier gewonnenen Spielen in die Sommerpause zu verabschieden, als mit einer Niederlage. „Wir werden nicht einen Schritt weniger machen, und möchten uns von den Zuschauern und unseren Sponsoren vernünftig für ein Jahr aus der 2. Liga verabschieden“, sagt der Coach. Ein Abschiedsgruß als Kampfansage, denn schon jetzt ist klar, wo die Reise hingehen soll. Die 3. Liga soll nur Durchgangsstation auf dem Weg zurück ins Handball-Unterhaus sein. 

 

Fest steht, dass es in der Nordfrost-Arena noch einmal laut werden wird. Etwa 400 Fans aus Nordhorn und Lingen haben sich angekündigt, um mit ihrer Mannschaft das Ende der Zweitklassigkeit zu feiern. Der Derbycharakter bringt  noch zusätzliche Würze in die Begegnung. Damit auch die Zuschauerbänke auf Wilhelmshavener Seite ordentlich voll werden, hat der WHV die Eintrittspreise im Vorfeld für drei Tage deutlich gesenkt. Nach der Partie werden die Spieler Matej Kozul, Daniel Andrejew, Miro Schluroff, Janik Köhler, Dennis Doden, Frederik Lüpke und Fabrice Lehmann aus dem Kader verabschiedet.

Tags: 2. Handball Bundesliga, Christian Köhrmann, HSG Nordhorn-Lingen, Wilhelmshaven, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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19 Wilhelmshavener HV 16:34
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