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geschrieben von Thomas Breves
03 Jun 2019

Abstieg trotz Auswärtssieg - Wilhelmshaven tritt Gang in Drittklassigkeit an

© Timon Schneider/Archiv

Sie haben zuletzt  alles gegeben, sie haben bis zum Ende gehofft und dann gab es nur noch hängende Köpfe und Tränen. Der Wilhelmshavener HV ist aus der zweiten Handball-Bundesliga abgestiegen. Dem Team von Trainer Christian Köhrmann ist das kleine Wunder verwehrt geblieben. Zwar legte es im Saisonfinale noch einmal einen fulminanten  Schlussspurt mit drei Siegen in Folge hin, doch am Samstag geschah das, was nicht hätte passieren dürfen. Die Konkurrenz punktete – und zwar komplett. Der Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz ist vor dem letzten Saisonspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen nicht mehr einzuholen.  Der überlegene Sieg gegen die DJK  Rimpar Wölfe am Samstag ist am Ende nur ein Spiel ohne Wert gewesen. Ohne Wert?

 

2 Liga wir kommen wieder!

Gepostet von Wilhelmshavener HV e.V. am Samstag, 1. Juni 2019

Nicht unbedingt, denn das Gefühl des Siegenkönnens und eine beginnende Euphorie wird die Mannschaft mit in die Dritte Liga nehmen. Letztlich sind es drei Spiele in Folge gewesen, die das Team gewonnen hat. „Hätten wir die Mannschaft jetzt schon von Beginn der Saison gehabt, wären wir nicht abgestiegen“, ist sich Trainer Christian Köhrmann sicher. Er musste gerade in der Rückrunde viel Kritik einstecken, bekommt aber gerade aus der Mannschaft heraus Rückendeckung. „Es hilft nicht, irgendwelche Schuldigen zu suchen. Wir sind eine Mannschaft, wir haben das zusammen vergeigt“, sagt Rückraumschütze René Drechsler. „Viele vergessen, dass Sport auch eine Kopfsache ist. Wir haben uns in der Hinrunde unsicher gefühlt“, erklärt er angesichts des späten Vereinswechsels von Lukas Kalafut und dem überraschenden, verletzungsbedingten Karriere-Aus von Neuzugang und Hoffnungsträger Jan Josef. „Es ist zu einfach, einen Trainer verantwortlich zu machen. Wir sind glücklicherweise nicht in der Fußball-Bundesliga“, richtet Drechsler auch klare Worte an alle Kritiker und Nörgler. Er selbst habe gerade  in der Hinrunde zu wenig Vertrauen in sein angeschlagenes Knie gehabt und auch deshalb nicht immer seine beste Leistung gebracht. Allerdings war er da nicht der einzige im Team. Immer wieder gab es aus Aussetzer. 

 

„Wenn man so wenig konstant ist, braucht man sich nicht zu wundern. Im Endeffekt haben wir uns das selbst zuzuschreiben. Wir müssen jetzt den Gang in die 3. Liga antreten und versuchen, da so schnell wie möglich wieder rauszukommen.“

Tags: 2. Handball Bundesliga, Christian Köhrmann, Wilhelmshaven, Wilhelmshavener HVZurück zur Übersicht
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