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geschrieben von Jochen Schrievers
23 Dez 2017

Wilhelmshaven erkämpft gegen Essen Remis

© Jens Schipper

Wilhelmshavener HV hat den nächsten Schritt auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga gemacht. Gegen TuSEM Essen erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann Freitagabend ein 32:32-Remis.

Hallensprecher Stephan Reiners kündigte die Essener als „Mannschaft der Stunde“ an. In sieben ihrer acht vergangenen Partien hatten die Gäste gepunktet. Und schon in den ersten Minuten in der Nordfrost-Arena machten sie klar, dass es der WHV nicht so leicht haben würde, wie zuletzt gegen Saarlouis. Schnell  setzte sich  TuSEM mit zwei Toren ab. Ein Doppelschlag von Tobias Schwolow sorgte in der achten Minute für den 4:4-Zwischenstand. Schwolow, dem zuletzt das nötige Glück im Abschluss fehlte, erwischte einen erstklassigen Tag. Insgesamt zehn Treffer steuerte er am Ende bei. Für die erste Wilhelmshavener Führung sorgte Kay Smits in der zwölften Minute. Er ließ zwar zwei Siebenmeter ungenutzt, war mit insgesamt elf Treffern nach 60 Minuten aber  erfolgreichster Schütze des Spiels.

Der WHV verpasste es Mitte der ersten Halbzeit jedoch, sich abzusetzen. Ein Wurf von Janik Köhler verfehlte aus gut 20 Metern das leere Tor, zudem wurden zwei Überzahlsituationen nicht in eine klarere Führung umgemünzt. Essen glich wieder aus und ging mit der Pausensirene mit 16:15 in Front. Und TuSEM legte nach. Gleich nach dem Wiederanpfiff erhöhte Carsten Ridder auf 17:15. Die Essener kamen immer wieder zu vergleichsweise einfachen Treffern, der WHV musste für jedes Tor hart arbeiten. „Vor allem mit den schnellen Spielern wie Müller hatten wir unsere Probleme“, räumte Schwolow nach dem Spiel ein.  „Aber irgendwie haben wir es dann doch erzwungen“, sagte er weiter. Essen legte immer wieder vor, Wilhelmshaven zog nach. Gute zwei Minuten vor Schluss führten die Gäste mit 31:29. 

Kay Smits und Evgeny Vorontsov netzten zum Ausgleich ein, die Abwehr hatte mit vereinten Kräften einen Ball abgeblockt. Auf einmal schien alles wieder möglich und die Halle stand wie ein Mann hinter den Gastgebern. 30 Sekunden waren noch zu absolvieren. Essen nahm  nach einigen Pässen eine Auszeit, Justin Müller vollstreckte zur erneuten TuSEM-Führung. Nun legte Christian Köhrmann die grüne Karte auf den Tisch. Für die letzten neun Sekunden hatte er sich noch einmal etwas ausgedacht. Mit Daniel Andrejew und Duncan Postel schickte er zwei Kreisläufer auf die Platte und nahm den Torhüter raus. Beide stürmten sofort nach vorne, zogen die Abwehrspieler auf sich und verschafften ihren Mitspielern Raum. Kay Smits zögerte nicht lange und zog zum umjubelten 32:32-Endstand ab. 

Am Ende bleibt ein hart erkämpfter aber hochverdienter Punkt für den WHV, der zumindest im Angriff komplett überzeugte. Gelingt es jetzt noch, die Abwehr auf dasselbe Niveau zu bringen, ist der Klassenerhalt zum Greifen nahe
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11 TSV Bayer Dormagen 4:4
12 HC Rhein Vikings 3:5
13 HBW Balingen-Weilstetten 3:5
14 Wilhelmshavener HV 3:5
15 TV Emsdetten 2:2
16 DJK Rimpar Wölfe 2:4

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