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geschrieben von Jochen Schrievers
18 Dez 2017

Heimerfolg über Saarlouis gibt Wilhelmshaven Selbstvertrauen

© Niklas Riebensahm

Der Wilhelmshavener HV hat am Samstag einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga auf Distanz gehalten. Gegen die HG Saarlouis setzten sich die Jadestädter verdient mit 31:26 durch. Dass der Erfolg nicht noch deutlicher ausfiel, lag an einigen Wechseln in der Schlussphase, die den Spielfluss des WHV unterbrachen.

 

„Es war der erwartete Kampf um den Klassenerhalt, zumindest in den ersten Minuten“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach der Partie. Doch ein Duell auf Augenhöhe war es tatsächlich nur in den ersten Minuten. Saarlouis verpasste es, seine 2:1-Führung weiter auszubauen. Stattdessen glich Wilhelmshaven aus und übernahm fortan das Kommando. In dieser Phase zeigte Tobias Schwolow, wie wichtig er für die Jadestädter ist. Zunächst setzte er mit zwei sehenswerten Anspielen an den Kreis Janik Köhler und Duncan Postel in Szene, ehe er selbst zum 6:3 einnetzte. Als dann Sebastian Maas auf 7:3 erhöhte, hatte HG-Trainer Philipp Kessler genug und  nahm eine Auszeit. Doch sein Versuch, die Gäste wachzurütteln zeigte nur mäßigen Erfolg. Saarlouis wirkte in der Abwehr zu statisch. Im Angriff setzte das Team auf Spielzüge, die oftmals zu kompliziert waren oder  zu langsam ausgespielt wurden.  Hinzu kam, dass die WHV-Defensive hellwach war und nur wenig zuließ. Das gab Torwart  Dennis Doden die nötige Sicherheit, um mit seinen Paraden die HG-Schützen vor teils unlösbare Probleme zu stellen. Bis zur Pause zog der WHV auf 17:12 davon. Der ehemalige Wilhelmshavener Moritz Barkow, der mittlerweile für die HG aufläuft, verhinderte mit zwei Treffern vom Kreis Schlimmeres für Saarlouis.

 

Im zweiten Abschnitt versuchten die Gäste  aus dem Saarland es mit offensiveren Deckungsvarianten. Das zwang den WHV zwar zu mehr Laufarbeit, an der Dominanz der Hausherren änderte das jedoch nichts. Für wirkliche Überraschungen auf dem Feld fehlten der HG schlichtweg die Ideen. Für Überraschungen sorgten jedoch zwei andere. Die Schiedsrichter zogen sich mit kaum nachzuvollziehenden Entscheidungen den Zorn der Zuschauer und der Wilhelmshavener Bank zu. 
Doch auch davon ließen sich die Akteure auf dem Feld nur wenig beeindrucken. Die Jadestädter spielten ihre Überlegenheit mehr und mehr aus, setzten sich bis zur 50. Minute auf 28:18 ab. 

 

Die Entscheidung war gefallen, Saarlouis nahm noch einmal eine Auszeit. Das nutzte Christian Köhrmann aus, um kräftig durchzuwechseln.   René Drechsler, Daniel Andrejew und Rutger ten Velde bekamen die Chance Spielpraxis zu sammeln. Schon zuvor war Jörn Wolterink in die Partie gekommen.
Doch diese Maßnahme verlief nicht ganz so, wie es sich die Wilhelmshavener erhofft hatten. Der Spielfluss ging verloren und  der WHV kassierte zwei Zeitstrafen. Saarlouis nutzte die Gelegenheit um noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, der verdiente WHV-Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr.
„Heute gab es nur wenig zu bemängeln. Wir haben vorne diszipliniert gespielt, die Lücken gesucht und gefunden“, fasste WHV-Spieler Matej Kozul die Partie zusammen. Nun gelte es, die beiden verbleibenden Partien zu nutzen, um sich vor der WM-Pause ein Punktepolster im Abstiegskampf zu erarbeiten. Weiter geht es bereits am Freitag. Um 20 Uhr empfängt der WHV dann TuSEM Essen in der Nordfrost-Arena.

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11 TSV Bayer Dormagen 4:4
12 HC Rhein Vikings 3:5
13 HBW Balingen-Weilstetten 3:5
14 Wilhelmshavener HV 3:5
15 TV Emsdetten 2:2
16 DJK Rimpar Wölfe 2:4

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